Wurzeln schlagen im Hier und Jetzt: So findest du durch Grounding zu dir selbst
Wie ein Baum, der nur durch seine tiefen Wurzeln standhaft bleibt, hilft dir Grounding, auch in stürmischen Zeiten geerdet und bei dir selbst zu bleiben. Entdecke in diesem Artikel, warum die Natur der beste Raum für Coaching und Veränderung ist.

Grounding: Die Sehnsucht nach geerdeter Verbundenheit
Stell dir vor, du bist ein majestätischer Baum, der inmitten eines stillen Waldes steht. Seine Äste ragen weit in den Himmel, umgeben von einem Geflecht aus Blättern, die sanft im Wind rascheln. Doch so stark der Baum von außen wirkt, er bleibt nur so lange standhaft, wie seine Wurzeln tief in die Erde greifen. Wenn ein Sturm kommt, sind es die unsichtbaren Verbindungen im Boden, die ihn davor bewahren, umzufallen.
Dein Alltag ist der Sturm. Die hektischen Stunden, die ständige Erreichbarkeit, die Erwartungen. All das rüttelt an dir, lässt dich wanken. Vielleicht spürst du es – diese innere Unruhe, das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Die Welt scheint sich schneller zu drehen, als du Schritt halten kannst.
Aber was wäre, wenn du wieder in den Boden greifen könntest? Wenn du spüren könntest, wie die Erde dich hält und trägt? Grounding ist wie das Wachsen neuer Wurzeln im Hier und Jetzt. Es holt dich zurück zu dir selbst, schenkt dir die Stabilität, nach der du suchst. Lass uns gemeinsam entdecken, wie du mit einfachen Schritten dein Gleichgewicht zurückfinden kannst.
Was ist Grounding?
Grounding, auch als Erdung oder Earthing bekannt, ist die Praxis, den menschlichen Körper durch direkten Kontakt mit der Erdoberfläche zu verbinden. Der Fokus liegt darauf, den Austausch von Elektronen zwischen der Erde und dem Körper zu ermöglichen. Die Idee dahinter ist, dass die Erdoberfläche negativ geladen ist und eine Vielzahl freier Elektronen enthält, die eine stabilisierende Wirkung auf den menschlichen Körper haben können.
Wirkungsmechanismus von Grounding
- Elektronen-Austausch: Die Erde ist reich an freien Elektronen, die beim Kontakt mit der Haut in den Körper übergehen können. Diese Elektronen sollen helfen, das energetische Gleichgewicht des Körpers wiederherzustellen.
- Neutralisierung freier Radikale: Durch die Aufnahme von Elektronen kann Grounding dazu beitragen, freie Radikale im Körper zu neutralisieren, was wiederum oxidativen Stress und Entzündungen reduziert.
- Ausgleich der Körperladung: Der Kontakt zur Erde kann die elektrische Ladung des Körpers ausgleichen und das Nervensystem beruhigen, was zu einer Harmonisierung der Körperfunktionen führt.
Potenzielle Auswirkungen von Grounding
Studien deuten darauf hin, dass Grounding eine Vielzahl von positiven Effekten haben kann:
- Reduzierung von Entzündungen: Durch die Aufnahme freier Elektronen kann das entzündungsfördernde Milieu im Körper gesenkt werden.
- Verbesserung der Schlafqualität: Erdung soll helfen, den Schlaf zu verbessern, indem sie das Stresshormon Cortisol senkt und das Nervensystem ausgleicht.
- Stressreduktion: Der Kontakt mit der Erde kann das sympathische Nervensystem beruhigen und ein Gefühl der Entspannung fördern.
- Schmerzlinderung: Erste Studien zeigen, dass Grounding bei chronischen Schmerzen wie Gelenk- oder Rückenschmerzen helfen könnte.
- Verbesserung der Durchblutung: Grounding kann die Blutzirkulation und die Fließeigenschaften des Blutes positiv beeinflussen.
Wissenschaftliche Grundlagen des Groundings
Eine der fundiertesten Quellen zur Wirkung von Grounding ist die Forschung von James Oschman, einem führenden Wissenschaftler auf diesem Gebiet. Seine Studien zeigen, dass der direkte Kontakt zur Erde entzündungshemmende Effekte hat, den Cortisolspiegel senkt und die Schlafqualität verbessert. Eine Untersuchung von Chevalier et al. (2012) bestätigt, dass Grounding den Blutfluss verbessern und das Herz-Kreislauf-System positiv beeinflussen kann. Weitere Forschungen deuten darauf hin, dass Erdung auch die Stressreaktion des Körpers mindert, was durch eine geringere Aktivität des sympathischen Nervensystems belegt wurde.
Obwohl die bisherigen Ergebnisse vielversprechend sind, ist weitere Forschung nötig, um die Wirksamkeit von Grounding und die zugrundeliegenden Mechanismen besser zu verstehen.
Praktische Anwendung von Grounding
Grounding kann auf verschiedene Arten praktiziert werden, wobei alle Ansätze den direkten Kontakt zur Erde betonen:
- Barfuß gehen auf natürlichen Oberflächen: Laufen auf Gras, Sand, Fels, Erde oder Waldwegen ohne Schuhe.
- Schwimmen in natürlichen Gewässern: Seen, Flüsse und das Meer bieten eine optimale Möglichkeit, den ganzen Körper mit der Erdenergie zu verbinden.
- Gartenarbeit: Das Berühren von Erde mit den Händen und das Hineinpflanzen von Blumen oder Gemüse verstärken die Verbindung zur Erde.
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Die Reise durch die Jahreszeiten:
Grounding-Übungen im Wandel der Natur
Jede Jahreszeit bietet dir eine einzigartige Gelegenheit, dich neu zu verwurzeln und die Verbindung zur Erde zu intensivieren. Im Mittelpunkt jeder Übung steht der direkte Kontakt zur Erde – denn genau hier entfaltet Grounding seine stärkste Wirkung.
Frühling: Das Erwachen der Natur
Stell dir die zarten Knospen vor, die nach einem langen Winter langsam aus dem Boden sprießen. So wie die Natur zu neuem Leben erwacht, kannst auch du im Frühling eine neue Verbindung zu dir selbst aufbauen.
- Übung: Ziehe deine Schuhe aus und gehe barfuß auf eine feuchte Wiese. Spüre, wie das Gras unter deinen Füßen kitzelt und die Energie des Frühlings in dich strömt. Schließe die Augen, atme tief ein und lasse die frische Luft durch deinen Körper fließen. Lass dich ganz in diesen Moment fallen.
Sommer: Die Zeit der Fülle und des Wachstums
Der Sommer ist die Zeit, in der die Natur in voller Blüte steht. Jetzt kannst du die Fülle der Erde mit allen Sinnen wahrnehmen.
- Übung: Suche dir einen Platz am Waldrand oder an einem Flussufer. Setze dich barfuß auf die nackte Erde, stecke deine Hände in den weichen Boden, das kühle Wasser oder berühre die Wurzeln eines Baumes. Spüre die Wärme der Sonne und die Erdenergie, die durch die Berührung in dich hineinströmt. Lasse dich ganz auf diesen Moment ein und nimm bewusst wahr, wie du ein Teil dieses lebendigen Netzwerks wirst.
Herbst: Die Zeit des Loslassens
Im Herbst bereitet sich die Natur auf den Winter vor, sie lässt los, was sie nicht mehr benötigt. Auch du kannst in dieser Jahreszeit Ballast abwerfen.
- Übung: Suche dir einen ruhigen Platz im Wald. Setze dich direkt auf den Waldboden und lehne dich an einen Baum. Fühle die Festigkeit der Erde unter dir. Nimm eine Handvoll Laub oder feuchte Erde und spüre sie bewusst in den Fingern, halte sie fest und überlege, was du loslassen möchtest. Spüre die Kraft des Bodens unter dir und lass bei jedem tiefen Atemzug etwas von deiner Last in die Erde sinken und eventuell ein buntes Laubblatt oder etwas Erde fallen. Fühl Dich eingeladen, anschließend mit dem Laub ein persönliches Kunstwerk zu kreieren und bewusst im Wald zurückzulassen.
Winter: Die Zeit der Ruhe und Regeneration
Im Winter zieht sich die Natur zurück, um neue Kraft zu schöpfen. Auch du kannst diese Zeit nutzen, um dich in die Erde hinein zu verwurzeln und innere Ruhe zu finden.
- Übung: Lehne Dich stehend an einen Baum der dir gefällt. Berühre mit den Fingern seine Rinde und deren Struktur. Stelle dir vor, wie deine Sorgen und Anspannungen mit jedem Atemzug über die Wurzeln des Baumes tiefer in die Erde sinken. Spüre, wie die Ruhe der Erde in dir Resonanz findet und du dich mit der Kraft der Stille auflädst.
Tägliche Grounding-Übung im Freien
Zeitaufwand: 10 Minuten
- Beschreibung: Ziehe deine Schuhe aus und laufe langsam barfuß auf einer natürlichen Oberfläche wie Gras, Sand oder Waldboden. Konzentriere dich dabei vollständig auf die Empfindungen deiner Fußsohlen: Wie fühlt sich der Boden an? Welche Texturen nimmst du wahr? Achte dabei auf jede Unebenheit, das Kitzeln des Grases oder die kühle Erde unter deinen Füßen. Lasse deinen Atem ganz natürlich fließen, atme tief ein und langsam wieder aus. Versuche, mit jedem Atemzug noch mehr in den Moment einzutauchen. Halte die Bewegung aufrecht und versuche, den Rhythmus zwischen deinem Atem und deinen Schritten zu synchronisieren. Diese Übung hilft dir, Stress abzubauen und eine tiefere Verbindung zur Erde herzustellen.
Alternative Grounding-Übung für drinnen
Zeitaufwand: 3-5 Minuten
- Beschreibung: Wenn möglich ziehe die Schuhe aus. Setze dich auf einen stabilen Stuhl, sodass deine Füße flach und fest auf dem Boden stehen. Schließe die Augen und beginne, ruhig und gleichmäßig zu atmen. Lass den Atem mit jedem Ein- und Ausatmen tiefer werden. Sobald du eine entspannte Atmung gefunden hast, richte deine Aufmerksamkeit auf die Fußsohlen. Nimm die Textur des Bodens unter deinen Füßen wahr – ist er weich, hart, warm oder kalt? Fühle, wie deine Füße bei jedem Einatmen leichter und bei jedem Ausatmen schwerer werden. Verweile in dieser Achtsamkeit für ein paar Minuten. Wenn du das Gefühl hast, fest im Hier und Jetzt verankert zu sein, atme noch einmal tief durch und öffne langsam deine Augen. Diese kurze Übung kann dir helfen, inmitten eines hektischen Alltags wieder Bodenhaftung zu gewinnen.
Grouding-Fazit: Wurzeln schlagen im Hier und Jetzt
Grounding ist mehr als nur ein angenehmes Gefühl von Verbundenheit – es ist eine tiefe, kraftvolle Praxis, die dich zurück zur Erde und zu dir selbst bringt. Egal ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter – der direkte Kontakt zur Erde hilft dir, im Hier und Jetzt zu wurzeln, deinen Körper zu regenerieren und innere Stabilität zu finden. Probiere es aus und entdecke, wie tief deine Wurzeln wirklich reichen können.
FAQs Grounding
- Was ist der Unterschied zwischen Meditation und Grounding?
Meditation konzentriert sich auf den Geist, während Grounding den direkten Kontakt zur Erde nutzt, um Körper und Geist zu stabilisieren. - Kann ich Grounding auch in der Stadt praktizieren?
Ja, selbst ein kleines Stückchen Erde oder Gras auf dem Balkon genügt. Der direkte Kontakt zur Erde ist entscheidend. - Wie oft sollte ich Grounding praktizieren?
Täglich, wenn möglich. Bereits wenige Minuten direkt spürbarer Kontakt zur Erde können einen Unterschied machen. - Welche Hilfsmittel brauche ich für Grounding?
Keine. Deine Bereitschaft, dich auf die Erde einzulassen, genügen.
Grounding-Erfahrung
In einer Coaching-Sitzung mit einem Klienten, der oft flatterhaft und leicht abzulenken war, erlebte ich die transformative Kraft der Natur. Durch einen intensiven Zugang zum Thema Grounding konnte er im Moment ankommen, sich fokussieren und sich geerdet fühlen. Die Augen des Klienten wurden plötzlich ruhig und klar, als er die Verbindung zur Erde spürte. Er nahm dieses Erleben zusammen mit vielen weiteren Erkenntnissen in einer kompakten 10-Sekunden-Übung mit zurück in den Alltag.
10-Sekunden-Grounding-Übung
- Ziehe die Schuhe aus - atme tief ein und fühle, wie dein Atem durch den Körper fließt, bis hinunter zu deinen Füßen.
- Spüre den Boden unter dir: Wippe kurz nach vorne und nach hinten und suche den perfekt stabilen 0-Punkt-Stand.
- Stelle dir vor, wie du Wurzeln in die Erde schlägst, die dich stabil halten und genährt werden von Mutter Erde.
Vielleicht hast du Lust, diese kleine Grounding-Übung gleich selbst auszuprobieren – schließe die Augen, atme tief durch und fühle, wie dich die Erde trägt.
Optimal: Wenn du keine Gummisohlen zwischen Dir und der Erde hast... Finde gerne die für dich beste Variante und baue die Übung für dich stimmig immer weiter aus.
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Tief verwurzelte Grüße,
Deine Felicia Zinner


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Grüße, die durch die Weite des Himmels zu dir flattern,
Deine Felicia
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